Dirk Speckmann - Für ein lebenswertes Borgholzhausen

NRW-Wirtschaftminister Duin kannte Borgholzhausen bislang nur von der Durchreise aus dem Emsland zur Uni Bielefeld während seines Studiums. Auf Einladung der SPD hat er nun mit Schulze, Schüco und Bostik einige unserer innovativen und für die Stadt bedeutenden Unternehmen kennengelernt, die sich sehr professionell vorgestellt haben. Unter "Weiterlesen" die Presseberichte dazu.

Sicher finden wir zukünftig mal eine Gelegenheit, ihm noch weitere Firmen vorzustellen - dann auch inklusive Bratwurst-Stop am "Pilz", der ihm von damals noch in guter Erinnerung ist.

  

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Beeindruckende Betriebe besichtigt

NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin bei den Nischen-Champions Schulze, Schüco und Bostik

Von Andreas Großpietsch im Haller Kreisblatt am 04.06.2015

Aus persönlicher Anschauung kannte Garrelt Duin (SPD), Minister für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk in Nordrhein-Westfalen, aus seinem Fachbereich bis gestern nur den Pommes-Pilz in Borgholzhausen-Bahnhof. Das hat sich gründlich geändert, weil er auf Einladung der heimischen SPD mit der Schüco KG und der Bostik GmbH zwei herausragende Vertreter der heimischen Wirtschaft besuchte.

Auftakt des Ministerbesuchs war ein Empfang im Ladencafé Schulze. SPD-Fraktionsvorsitzender Rolf Syassen erklärte dem Gast einige lokale Probleme wie die drohende 380-kV-Höchstspannungsleitung oder die möglichen Einschränkungen des Flächenverbrauchs durch den Landesentwicklungsplan, die zum Hemmnis der Wirtschaft werden könnten. SPD-Bürgermeisterkandidat Dirk Speckmann stellte die Stadt Borgholzhausen vor und wies auf sich abzeichnende künftige Schwerpunkte wie Gewerbegebietsentwicklung und Nutzung von Industriebrachen hin.

Speckmann begrüßte den Gast aus Düsseldorf als stellvertretender Bürgermeister zusammen mit seiner Amtskollegin Birgit Schröter (CDU), weil Bürgermeister Klemens Keller verhindert war. Dadurch nahm der Besuch seinen Auftakt nicht wie geplant im Rathaus, sondern im Honigkuchencafé.

Für Inhaber Peter Knaust eine gute Gelegenheit, sein Unternehmen vorzustellen. Seit 180 Jahren in Familienbesitz, hoch spezialisiert und erfolgreich in seiner Nische. Die Fertigung bei Schulze geht bis zur rentablen Losgröße 1 - ein Ziel der Industrie 4.0.

Dieses Schlagwort bestimmte den Besuch bei Schüco. Minister Duin machte einmal mehr auf die herausragende wirtschaftliche Bedeutung der Region Ostwestfalen aufmerksam, wo sehr oft familiengeführte Unternehmen in ihren Nischen besonders erfolgreich seien. Das gelte im Prinzip auch für Schüco, erklärte Gesellschafter Andreas Engelhardt. Sein Unternehmen sei Weltmarktführer im Bereich Aluminiumsysteme und betrachte das Werk in Borgholzhausen als wichtigen strategischen Standort.

Bostik in Borgholzhausen ist zwar nur ein kleiner Teil eines riesigen Konzerns, der einem noch größeren Konzern gehört - doch erfolgreich ist er auch. Das findet seinen Ausdruck in Millionen-Investitionen, aber auch in Aktivitäten in der Region. Dazu gehört die Premiere des Bostik Golf Turniers auf der Anlage des Golfclubs Teutoburger Wald in Eggeberg am 26. Juni, sagte Olaf Memmen, Managing Director für Zentraleuropa.

[Anmerkung: In weiteren Artikeln wurden die Inhalte der Besuche bei Schüco und Bostik noch im Detail vorgestellt].

 

Nachhaltig beeindruckt

NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) besucht Schulze, Schüco und Bostik

Von Stefan Küppers im Westfalenblatt am 04.06.2015

NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) hat sich am Mittwoch einen Eindruck von der Innovationskraft von Unternehmen in Pium verschafft. Bei Gesprächen mit Lebkuchen-Unternehmer Knaust, bei Schüco und beim Klebstoff-Hersteller Bostik kamen auch Probleme zur Sprache.

Organisiert hatten den Besuch die Piumer SPD, nicht zuletzt, um die Bürgermeister-Kandidatur von Dirk Speckmann zu unterstützen. Der nutzte die Gelegenheit, um seine Position zu einer möglichen Erweiterung des interkommunalen Gewerbegebietes vorzutragen. »Wir stoßen auf Piumer Gebiet hier an unsere Grenzen«, sagte Speckmann. Deshalb solle eine Weiterentwicklung auf Versmolder Gebiet ins Auge gefasst werden, auch wenn dies bei der Bezirksregierung kritisch gesehen werde.

Fraktionschef Rolf Syassen hatte zuvor auf die Sorgen vieler Bürger in Bezug auf die geplante AmprionStromtrasse abgehoben. Duin als Minister für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk stellte klar, dass er für eine Ausweitung der Erdverkabelung über die Pilotstrecken eintritt. Dadurch könne nicht jede Leitung zum Erdkabel werden, aber man müsse Spielräume erweitern, so Duin, der einen »professionellen Dialog mit den Bürgern« forderte.

Knaust kritisiert

Peter Knaust verdeutlichte in einem kurzen Vortrag die 180-jährige Geschichte der Piumer Lebkuchen-Fabrik, wie sich der 45-Mann-Betrieb in den vergangenen Jahren bewusst mit Bio-Produkten in einem Nischenbereich positioniert hat, und welche Bedingungen es für den Fortbestand des Betriebes braucht. Knaust merkte kritisch an, wie Regulierungen und Bürokratie insbesondere kleinere Unternehmen treffen.

Der Minister griff den Ball auf und verdeutlichte die Bedeutung der klein- und mittelständischen Unternehmen, die 99,6 Prozent der 770.000 Unternehmen im Land ausmachten. In einer Clearingstelle des Wirtschaftsministeriums solle nun ausgerechnet werden, wie sich neue Gesetze auf Unternehmen finanziell auf Unternehmen auswirkten. »Wir wollen die ganze Kette vom Anfang bis zum Ende durchgehen und dann Schlüsse für die Zukunft ziehen«, sagte Duin. Eine größere Wirtschaftsfreundlichkeit attestierte der Minister dem überarbeiteten Entwurf des Landesentwicklungsplanes. Kritische Anmerkungen zur fortschreitenden Digitalisierung in der Industrie griff Duin so auf: »Das kommt sowieso und wir sollten deshalb eine Vorreiterrolle einnehmen, damit hier diejenigen sind, die Maschinenbau und Softwareentwicklung nach vorne bringen.«

Schüco-Chef mahnt

Weit voran auf diesem Gebiet geht das Unternehmen Schüco. Andreas Engelhardt, geschäftsführender und persönlich haftender Gesellschafter des Unternehmens mit weltweit 4.900 Mitarbeitern (1,4 Milliarden Umsatz), begrüßte den Minister am Schüco-Standort Borgholzhausen (370 Mitarbeiter, 55 Millionen Umsatz).

Engelhardt betonte bei dieser Gelegenheit, wie strategisch wichtig der Betrieb in Borgholzhausen für das Gesamtunternehmen ist. Hier würden unter anderem immer wieder neue Entwicklungen bei Möbelbeschlägen aus Aluminium voran getrieben. Engelhardt stellte die Solidität des Familienunternehmens (65 Prozent Eigenkapitalquote) und die Investitionsbereitschaft (geplant 35 Millionen Euro in diesem Jahr) heraus. »Das Geschäft läuft insgesamt gut. Aber wir stellen fest, dass im öffentlichen Bereich weniger Aufträge vergeben werden. Und das macht uns Sorgen«, sagte Andreas Engelhardt.

Minister Duin griff die von Engelhardt vorgestellte Nachhaltigkeitsstrategie auf und warb für neue Ideen zur Kreislaufwirtschaft, die unter dem Begriff »Cradle to cradle« (von der Wiege zur Wiege) firmieren. Es geht darum, dass auch »technische Nährstoffe« kontinuierlich in technischen Kreisläufen gehalten werden. Bis Ende dieses Sommers wolle er eine Potenzialanalyse vorlegen, kündigte Duin an, der Schüco bei der Kreislaufwirtschaft als sehr zukunftsorientiert würdigte.

Viel Neues bei Bostik

Nach der Betriebsbesichtigung bei Schüco ging es rüber zum Klebstoffhersteller Bostik, wo ebenfalls Strategien für die Entwicklung nachhaltiger Produkte große Bedeutung haben.

Geschäftsführer Olaf Memmen informierte den Minister über die großen Veränderungen des Unternehmens im Zeichen des Geckos. Werbung, Spnsoring und Messeauftritte sind erheblich intensiviert worden. Bostik, seit Februar Teil des Arkema-Konzerns, kommt weltweit auf 4.800 Mitarbeiter und 1,6 Milliarden Umsatz.

In Borgholzhausen sind 356 Mitarbeiter beschäftigt. Sechs Millionen Euro sind Memmen zufolge in Pium 2014 investiert worden. Um Innovationen im Klebstoffbereich zu entwickeln, hat Bostik nicht nur Spezialisten in zentralen Entwicklungsabteilungen. Wie Memmen erläuterte, gibt es für Bostik-Mitarbeiter auch Prämien Innovationen und sie werden bei Erfolg am Umsatz beteiligt.