Dirk Speckmann - Für ein lebenswertes Borgholzhausen

2811 Borgholzhausener Wählerinnen und Wähler - und damit überwältigende 75,89% der abgegebenen gültigen Stimmen - haben sich am 13.09. bei einer Wahlbeteiligung von immerhin gut 52% für mich als Ihren neuen Bürgermeister entschieden.

Mit einem so deutlichen Ergebnis und einer so großen Zustimmung hätte ich trotz der guten Resonanz bei den vielen Haustürgespräche und Infoständen in den letzten Wochen nicht gerechnet.

Vielen Dank für diese große Unterstützung und das in mich gesetzte Vertrauen!

Mein Dank gilt auch Jan Brüggeshemke für den außerordentlich fairen Wahlkampf, sowie meinen Parteifreunden und meiner Familie für die stets motivierende Mithilfe.

Nach den letzten Arbeitstagen bei meinem bisherigen Arbeitgeber und etwas Familienurlaub erfolgt dann am 21.10. die Amtsübergabe. Mit Bürgermeister Klemens Keller habe ich vereinbart, daß ich vorher bereits erste Mitarbeitergespräche führe und schon bei wichtigen Terminen teilnehme. Er wird mir auch anschließend noch bei Bedarf mit Rat und Tat zur Seite stehen, und auch die Fachbereichsleiter und alle anderen Mitarbeiter werden mich siche intensiv unterstützen. 

Die vielen Anregungen und Hinweise unserer Bürgerinnen und Bürger, die ich in den letzten Wochen und Monaten bekommen habe (und hoffentlich auch weiterhin bekomme), werde ich dabei in meine Arbeit einfließen lassen - und im Rahmen des Möglichen versuchen, diese gemeinsam mit dem Stadtrat Schritt für Schritt umzusetzen. Ich möchte auch noch einmal betonen, daß ich überparteilich mit allen Fraktionen sehr offen und fair zusammenarbeiten möchte.

Neben einem Foto von der Bekanntmachung des Ergebnisses und Gratulation durch Bürgermeister Keller (Danke an Claire Sagner) finden Sie im Folgenden auch die Berichtserstattung von Haller Kreisblatt (Online-Version auf deren Homepage) und Westfalenblatt (e-Zeitung): 

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Haller Kreisblatt vom 14.09.2015, Andreas Großpietsch und Kerstin Spieker:

Dirk Speckmann ist neuer Bürgermeister

Borgholzhausen hatte die Wahl und hat sich klar entschieden: Mit 75,89 Prozent der Stimmen sichert sich Dirk Speckmann (SPD) das Amt des Bürgermeisters. Sein CDU-Herausforderer Jan Brüggeshemke gratulierte ihm zum Traumergebnis. Die besondere Situation, dass es nach den vielen Amtsjahren von Klemens Keller am Ende des Tages auf jeden Fall einen neuen Bürgermeister geben würde, schlug sich in einer relativ hohen Wahlbeteiligung jenseits der 50-Prozent-Marke nieder. Wie groß das Interesse am Ausgang der Wahl war, zeigte sich ab 18 Uhr im Rathaus: Der Saal platzte aus allen Nähten, neben Lokalpolitik-Größen drängten sich viele normale Bürger in den Räumen. Sie alle wollten aus erster Hand erfahren, wer die Geschicke Borgholzhausens in den nächsten sechs Jahren entscheidend mitbestimmen wird. Dirk Speckmann wird diese Aufgabe ab 0 Uhr am 21. Oktober 2015 wahrnehmen – so lange erfüllt Klemens Keller seinen Arbeitsvertrag.

Um 18 Uhr schlossen die Wahllokale und schon um 18.11 Uhr war die Luft raus aus der Frage um die Besetzung des Bürgermeisterstuhls im Borgholzhausener Rathaus. Da nämlich leuchtete auf der Leinwand an der Stirnseite des Rathaussaals das erste Ergebnis auf. Der Wahlbezirk sechs war am schnellsten ausgezählt und zeigte mit 94 Stimmen für den SPD-Kandidaten Dirk Speckmann und 32 Stimmen für den CDU-Kandidaten Jan Brüggeshemke deutlich, wohin die Reise gehen sollte.

Die Anspannung Dirk Speckmanns machte einer gelösten Stimmung Platz. Dass er die nächsten sechs Jahre die Geschicke der Stadt Borgholzhausen lenken würde, war ihm wohl mit der Bekanntgabe dieses ersten Ergebnisses klar. Einzig spannend blieb die Frage nach der Deutlichkeit seines Wahlsieges. Und die – das zeigten dann die nächsten Einzelergebnisse – ließ nicht zu wünschen übrig. 75,89 Prozent entfielen auf den SPD-Kandidaten. „Mit einem so deutlichen Ergebnis habe ich nicht gerechnet“, bedankte sich Dirk Speckmann am Ende für das „große Vertrauen“, das ihm die Wählerschaft entgegenbrachte.

Speckmanns Dank galt gestern Abend auch seinem Herausforderer Jan Brüggeshemke. Er habe mit seiner Kandidatur den Borgholzhausenern erst eine echte demokratische Wahl ermöglicht. „Wir haben uns zu Beginn des Wahlkampfes versprochen, dass wir nicht schlecht über den jeweils anderen, sondern nur gut über uns selbst reden wollen, und das haben wir auch so gehalten“, attestierte Speckmann sich und seinem Mitbewerber um das Bürgermeisteramt zudem einen fairen Wahlkampf.

Und Jan Brüggeshemke zeigte sich nicht nur im Wahlkampf, sondern auch nach der Wahl als fairer Widersacher. Er gratulierte Dirk Speckmann herzlich. „Es ist ein klares Ergebnis und das ist auch gut so. Wenn ich mit nur drei Stimmen Abstand verloren hätte, wäre ich wahrscheinlich ziemlich sauer“, sagte er. Er führte den klaren Sieg Speckmanns auf die langjährige Erfahrung des Sozialdemokraten in der Lokalpolitik zurück. Im Wahlkampf habe er aber immer das Gefühl gehabt, man sei sich auf Augenhöhe begegnet. „Ich sehe in dem Ergebnis keine persönliche Niederlage.“

Unter den Fraktionsvertretern wurde das Wahlergebnis mit Ruhe registriert. „Ich setze auf eine gute Zusammenarbeit“, sagte CDU-Fraktionschef Arnold Weßling. Speckmann habe ihm versichert, kein SPD-Bürgermeister, sondern Bürgermeister aller Borgholzhausener sein zu wollen. Dadurch, dass Jan Brüggeshemke den Mut gehabt hätte, für die CDU anzutreten, sei die Bürgermeisterwahl in Borgholzhausen eine Wahl und keine Proklamation geworden. Dafür verdiene Brüggeshemke Dank und Respekt.Ähnliche Worte fand auch Dieter Rerucha von der BU. „Was Dirk Speckmann betrifft, so kenne ich ihn schon seit 20 Jahren. Wir waren nicht immer einer Meinung, aber wir haben immer einen Weg gefunden, miteinander umzugehen.“SPD-Fraktionschef Rolf Syassen freute sich sichtlich. Und dann konnte den erfahrenen Sozialdemokraten eine Frage doch noch aus dem Konzept bringen: Die nach der Nachfolge Dirk Speckmanns, der als Bürgermeister die Fraktion verlassen wird. Syassen konnte das schnell klären: Silke Koch rückt in den Rat nach.

 

Westfalen-Blatt vom 14.09.2015, Stefan Küppers und Johannes Gerhards:

Erdrutschsieg für Dirk Speckmann

SPD-Kandidat gewinnt Bürgermeister-Wahl mit 75,89 Prozent gegen Jan Brüggeshemke (CDU) mit 24,11 Prozent

Der künftige Bürgermeister von Borgholzhausen heißt Dirk Speckmann und hat bislang der SPD-Fraktion angehört. Der erfahrene Kommunalpolitiker hat den Gegenkandidaten Jan Brüggeshemke (CDU), der erst seit dem Vorjahr im Rat sitzt, mit einer satten Drei-Viertel-Mehrheit distanziert.

Dass das Votum der Borgholzhausener Wähler an diesem Abend ein ganz deutliches werden würde, zeichnet sich schon früh ab. Als erstes geht der Wahlbezirk 6 (Oldendorf) mit 94 zu 32 Stimmen an Speckmann. Die Tendenz wird für Brüggeshemke nicht besser, als kurz danach der Wahlbezirk 5 (Berghausen) mit 121 zu 43 Stimmen und auch die Bezirke 9 (Cleve, 145 zu 57), der Bezirk  8 (Westbarthausen, 106 zu 49) und 10 (Casum, 145 zu 57) mit riesigen Mehrheiten an Speckmann gehen. Als bis 18.25 Uhr dann auch die Wahlbezirke 2 (Nord, 339 zu 112), 3 (Mitte-Süd, 452 zu 117) und 1 (Barnhausen, 233 zu 70) Speckmann gewonnen hat, holt der SPD-Vorsitzende Harald Meierarnd schon mal den Sieger-Blumenstrauß.
 
Dirk Speckmann sitzt derweil mit seiner Frau Silke sowie seinen Zwillingstöchtern Julia und Lina sowie seinen Eltern in der zweiten Stuhlreihe des mit mindestens 150 Besuchern völlig überfüllten und langsam stickig werdenden Ratssaales. Dass es so deutlich werden würde (WB 7 Kleekamp gewinnt er mit 133 zu 31 und WB 4 Süd-Ost mit 406 zu 115), nein, so sagt er, das hätte er nie so erwartet.
 
Gegen 18.35 Uhr schließlich schieben sich auch Jan Brüggeshemke mit seiner Frau Sandra, dem Fraktionschef Arnold Weßling sowie dem CDU-Kreisvorsitzenden Ralph Brinkhaus in den Saal. Als der Unterlegene sich zu Speckmann durchgekämpft hat und ihm mit einem Händedruck gratuliert, brandet viel Beifall auf. Der überaus faire Wahlkampf der beiden Kontrahenten wird auf diese Weise von den Piumern anerkannt.»Das ist ein überaus klares Ergebnis, das kann ich persönlich viel besser akzeptieren, als wenn mir nur ein paar Stimmen gefehlt hätten«, sagt Jan Brüggeshemke.
 
Die langjährige kommunalpolitische Erfahrung von Dirk Speckmann habe den Ausschlag gegeben, resümiert der CDU-Kandidat, der das Ergebnis nicht als persönliche Niederlage wertet. Er habe sich weiter entwickeln können.Nachdem auch das Briefwahlergebnis feststeht (637 zu 210 Stimmen) verkündet um 18.49 Uhr der noch bis zum 21. Oktober amtierende Bürgermeister Klemens Keller das offizielle Ergebnis: Speckmann holt 2811 Stimmen oder 78,89 Prozent, Brüggeshemke kommt auf 893 Stimmen oder 24,11 Prozent.
 
Nach dem erneut riesigen Beifall ergreift Dirk Speckmann das Wort. Er dankt für das riesige Vertrauen, das auch eine riesige Verpflichtung sei. »Ich werde jetzt super fleißig sein, damit Pium so lebens- und liebenswert bleibt, wie es ist«, sagt er. Speckmann dankt Brüggeshemke für einen »super-fairen Wahlkampf« und fügt eine Botschaft hinzu, die ihm offenbar wichtig ist. »Ich bin als Bürgermeister kein verlängerter Arm der SPD.« Er wolle für alle Bürger da sein.
SPD-Fraktionschef Rolf Syassen greift im WB-Gespräch diesen Hinweis auf. »Parteipolitik gehört nicht in den Rat einer so kleinen Gemeinde. Inhaltliche Entscheidungen sind immer die besten«, sagt Syassen, der jetzt Verstärkung in seiner Fraktion bekommen wird. Silke Koch wird für Speckmann in den Rat nachrücken.
 
Neben den Glückwünschen für den Sieger schwingt in den Stellungnahmen der Parteienvertreter auch die Anerkennung für den Verlierer mit. »Ich danke Jan Brüggeshemke, dass er kandidiert hat. Sonst wäre es von vorneherein eine Proklamation und keine Wahl geworden«, sagt Arnold Weßling (CDU). Dass man als Piumer die Wahl hatte, lobt auch Dieter Rerucha (BU). Mit Speckmann wünscht er sich wie in den vergangenen 20 Jahren eine gute Zusammenarbeit, »auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind.« Markus Kemper (Grüne) ist gespannt, ob Speckmann sein Versprechen, zuhören zu wollen, auch einhält. Hermann Ludewig (FDP) hält das Ergebnis nicht wirklich für eine Überraschung. »Aber dass Jan Brüggeshemke dafür gesorgt hat, dass die Piumer sich zwischen zwei Kandidaten entscheiden konnten, wird immer sein Verdienst bleiben.«