Dirk Speckmann - Für ein lebenswertes Borgholzhausen

Die Stadtentwicklung ist letztlich sehr eng mit der Bauleitplanung verbunden, wozu vorbereitend der Flächennutzungsplan sowie Rahmenpläne und dann konkret Bebauungspläne und Außenbereichssatzungen gehören. Einfluss auf die Stadtplanung haben neben den grundsätzlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen auch überörtliche Planungen und Verordnungen wie z.B. der Landschaftsplan Osning mit den festgelegten Landschaftsschutzgebieten, Naturschutzgebiete und Naturdenkmale, oder auch die A33 und die 2 x 380 kV Höchstspannungs-Stromtrasse.

 

Kernstadt als Wohn- und Einzelhandelsstandort stärken

Im Jahr 2003 hat der Stadtrat mit der Verabschiedung des städtebaulichen Rahmenplans die grundsätzliche Entscheidung getroffen, die Kernstadt als Wohn- und Einzelhandelsstandort zu stärken und sich in den Bereichen Bahnhof und Autobahnabfahrt auf die gewerbliche Weiterentwicklung zu konzentrieren.  

Blick über Kirchplatz Richtung Schulzentrum und HeidbredeIn den letzten Jahren wurden die Neubaugebiete Burbrede, Kampgarten und Enkefeld auf den Weg gebracht, um der örtlichen Nachfrage nach Wohnbauflächen gerecht zu werden.

Um weiteren Flächenverbrauch am Stadtrand zu vermeiden werde ich eine bauliche Abrundung an nur einseitig bebauten Straßen prüfen. Insbesondere werde ich aber bei den Grundstückseigentümern dafür werben, die zahlreichen gut erschlossenen Baulücken im Stadtgebiet einer Bebauung zuzuführen. Dazu zähle ich insbesondere auch das Poppenburg-Gelände.

Durch Erhalt und Ausbau des Einzelhandelsangebots möchte ich die Innenstadt attraktiv halten.

 

Interkommunales Gewerbegebiet mit Versmold

Im Zuge einer umfassenden Abwägung zwischen Natur- und Landschaftsschutz und der künftigen Stadtentwicklung hat sich der Stadtrat in der Vergangenheit mit breiten Mehrheiten auch für die Ausweisung der beiden Abschnitte des Interkommunalen Gewerbegebietes mit Versmold ausgesprochen. An all diesen Entscheidungen habe ich in Stadtrat und Ausschüssen aktiv mitgewirkt. Unter „Wirtschaft und Gewerbe“ gehe ich auf künftige gewerbliche Entwicklungsoptionen unserer Stadt ein.

 

Aufwertung des Bahnhofumfeldes

Dem unablässig steigenden Verkehrsaufkommen auf der B68 wurde schon vor Jahrzehnten durch die Planung der A33 Rechnung getragen. Nach Fertigstellung der Autobahn wird sich die Verkehrsbelastung am Bahnhof verringern. Daher trete ich dafür ein, dass in den nächsten Jahren gemeinsam mit den Eigentümern, Stadtplanern und potentiellen Investoren Ideen und Konzepte für eine städtebauliche Aufwertung dieses Ortsteils entwickelt werden.


Zusammenarbeit stärken

Grundsätzlich hat die Stadt vielfältige Möglichkeiten, Rahmenbedingungen zu schaffen. Für eine positive Stadtentwicklung zum Wohle ihrer Bürgerinnen und Bürger ist sie aber auch auf Initiative und Gemeinsinn der Investoren, Betreiber, Vermieter und Grundstückseigentümer angewiesen. Hier werde ich mit allen Beteiligten das Gespräch suchen, denn nicht jede für den Einzelnen vermeintlich optimale Lösung ist auch eine gute Lösung im Sinne einer positiven Stadtentwicklung.