Lebensqualität für alle Generationen sichern

Solidarität und Gerechtigkeit sind wesentliche Elemente einer sozialen Politik und bieten eine hohe Lebensqualität, für die ich stehe und für die ich mich gerade auch vor Ort einsetze. Die kulturelle und soziale Integration von Zuwanderern und das solidarische Miteinander in der Gesellschaft möchte ich unterstützen. Die ehrenamtliche Tätigkeit in Vereinen und Initiativen werde ich weiterhin fördern. Unabhängig vom Alter sollen alle Menschen in alle Lebensbereiche unserer Gesellschaft eingebunden bleiben.

Ich möchte für all unsere Bürgerinnen und Bürger durch entsprechende Infrastrukturen und Angebote ein attraktives und sicheres Wohn- und Lebensumfeld gewährleisten. Dazu gehören der Erhalt unserer wunderbaren Natur und Kulturlandschaft, ein den individuellen Bedürfnissen entsprechender Wohnraum, soziale Treffpunkte und Freizeiteinrichtungen wie beispielsweise unser Freibad.

Im Folgenden geben ich einen Überblick zu dem Themenfeld, auf einige Details gehe ich in den anderen Rubriken ausführlicher ein.

Ehrenamt unterstützen

Ein ganz wesentlicher Faktor für eine funktionierende Gesellschaft ist die gegenseitige Hilfe und das soziale Engagement. Die verschiedenen Möglichkeiten hierzu sind vor Ort sehr facettenreich, sei es bei Feuerwehr und sozialen Hilfsdiensten, bei unseren vielen Vereinen, in Interessenvertretungen oder der Kommunalpolitik. Es gibt also sicherlich keinen Mangel an Gelegenheiten.

Ich möchte Jede und Jeden motivieren, ein bisschen der Freizeit zu nutzen, um sich in irgendeiner Form ehrenamtlich für unser Gemeinwesen einzusetzen – frei nach dem Motto von John F. Kennedy: Frage nicht nur, was Deine Stadt für Dich tun kann, sondern auch, was Du für Deine Stadt tun kannst.

Neben meinem kommunalpolitischen Engagement bin ich selbst Mitglied in zahlreichen Borgholzhausener Vereinen. Bei allem ehrenamtlichem Herzblut unserer Piumer stelle ich dabei aber auch immer wieder fest, dass für manche Aufgaben kommunale Unterstützung sinnvoll und hilfreich ist. Neben der Bereitstellung zahlreicher kostenloser Sportstätten sowie Räume als Treffpunkt ist mir daher eine bedarfsgerechte Sport-, Vereins- und Ehrenamtsförderung ein großes Anliegen.

Familiäre und soziale Betreuungsangebote ausbauen

Das Familienzentrum im Verbund als Zusammenschluss des Kreisfamilienzentrums und der örtlichen Kindertagesstätten hat sich zu einem kompetenten Begegnungs- und Beratungszentrum entwickelt. Es hat weit über den Fokus Familie hinaus eine gute Vernetzung der sozial aktiven Gruppen in unserer Stadt bewirkt und unter anderem Aktivitäten wie das 2nd Style initiiert und koordiniert. Ich werde alle Beteiligten weiterhin bei ihrem Engagement und ihren Ideen zu einem bedarfsgerechten Ausbau des Angebotes unterstützen.

Das unter Einbindung des alten Bürgerhauses im Jahr 2023 eingeweihte Bürgerzentrum mit attraktivem Außenbereich, das zu 100% aus eingeworbenen Städtebaufördermitteln von Land und Bund finanziert wurde, bietet hervorragende räumliche Möglichkeiten für das Familienzentrum, die VHS Ravensberg und die Vereine. Vor allem für Tanzsport und Gymnastik gibt es mit dem neuen Saal in Haus 2 nun ein passgenaues Raumangebot. Die umfassende Mitwirkung der Vereine an der Konzeption und Grundrissgestaltung lag mir sehr am Herzen und hat sich bewährt. Auf weitere Aspekte zu Familie und Soziales gehe ich in den entsprechenden Rubriken ein.

Gute Versorgungsstrukturen erhalten

Mir ist die gute lokale medizinische Grundversorgung und die Unterstützung zentral gelegener und gut erreichbarer Einzelhandelsgeschäfte wichtig. Mit drei Nahversorgungsmärkten und vielen anderen Geschäften und Dienstleistern in der Kernstadt sind wir bei den Gütern des täglichen Bedarfs gut aufgestellt, für Randsortimente und Spezialgeschäfte ist leider die Kaufkraft vor Ort nicht stark genug.

Sehr froh bin ich auch über die beiden Hausarztpraxen, drei Zahnarztpraxen, unsere örtlichen Psychologen, die Physio-Welt und PiumSports sowie die neue moderne Apotheke! Die die Wege zu Krankenhäusern und zahlreichen Fachärzten in der Umgebung sind auch nicht sehr weit. Sollte sich künftig bei uns eine ärztliche Unterversorgung abzeichnen, könnte entsprechend von Erfahrungen anderer Kommunen der Aufbau eines Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) eine Möglichkeit zur Sicherung dieses Angebotsspektrums sein

Wichtig ist eine gute Anbindung der Menschen in den Ortsteilen an den örtlichen Einzelhandel, medizinische Einrichtungen sowie auch Schulen und Sportstätten. Neben sicheren Verkehrswegen für Rad und Auto dient hierzu auch der ÖPNV. Neben dem bewährten PiumBus ist unser innovatives (Linien-)E-Carsharing derzeit eine interessante Abrundung des örtlichen Angebotes. Auf meine Initiative hin entstand zudem die Innenstadtlinie für die Violenbachschule Nord, die als sichere und bequeme Anbindung aus den Randbereichen der Kernstadt viele Elterntaxis vermeidet.

Für Bedarfe, die über die lokale Grundversorgung hinausgehen, ist eine gute Anbindung an die umliegenden größeren Städte sicherzustellen. Beim ÖPNV besteht hier noch erheblicher Bedarf durch Realisierung der seit langem geforderten Halbstundentakte für die RB75 „Haller Willem“ zwischen Halle und Osnabrück und die Buslinie 62 nach Bielefeld in den Kernzeiten, ferner wäre eine Busverbindung nach Melle wünschenswert. Detaillierter gehe ich herauf in der Rubrik Mobilität ein.

Das Alter lebenswert gestalten

Für die zunehmende Anzahl älterer Menschen in unserer Stadt gilt es, attraktive Lebensbedingungen zu erhalten und auszubauen. Dazu gehören unter anderem gute Freizeitangebote wie z. B. Sport- und Spielmöglichkeiten, Kulturangebote und Erzählcafés. Der Generationenpark am Vogelgitter und das Bürgerzentrum sind dazu beliebte Treffpunkte.

Wichtig ist auch ein ausreichendes Angebot an barrierefreiem Wohnraum und den verschiedenen Bedürfnissen entsprechende Pflege- und Unterstützungsangebote. Rund um das DRK Haus Ravensberg gibt es viele barrierefreie Seniorenwohnungen, und auch bei den zuletzt erfolgten Mehrfamilienhausbauten in der Innenstadt wurden stets auch barrierefreie Wohnungen geschaffen. Dennoch gibt es hier weiterhin großen Bedarf. Die Tagespflege Am Hermannsweg der Diakonie und die Behindertenwohngruppe der FLEX am Jammerpatt bereichern seit einigen Jahren das örtliche Angebotsspektrum. Das ehemalige Poppenburg-Gelände direkt in der Innenstadt böte bei entsprechender Verfügbarkeit weiteres Potential, Seniorenwohnungen und betreutes Wohnen kombiniert mit ortsnahen Pflegeangeboten zu schaffen.

Pflegebedarfe decken

Die zunehmende Anzahl älterer und pflegebedürftiger Bürger stellt uns weiterhin vor Herausforderungen. Ich begrüße daher das gute Miteinander mit den verschiedenen Trägern und deren reichhaltiges Angebot hier bei uns vor Ort. Die aufsuchende Pflege, die Tagespflege am Hermannsweg sowie das moderne DRK-Haus Ravensberg als stationäre Pflegeeinrichtung mit eingestreuten Kurzzeitpflegeplätzen und dem beliebten „Essen auf Rädern“ sind ein nicht wegzudenkendes ortsnahes Angebot für unsere Bürgerinnen und Bürger.

Was im örtlichen Angebotsspektrum leider trotz all meines entsprechenden Bemühens noch fehlt sind betreute Seniorenwohngruppen, wofür hoffentlich kurzfristig geeignete Grundstücke und Investoren bereitstehen und zu deren Betrieb es bereits Interessenten gibt.

Teilhabe gewährleisten

Inklusion möchte ich in allen Lebensbereichen fördern und setze mich daher für Lern-, Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung vor Ort ein. Die öffentlichen Einrichtungen in unserer Stadt sind bereits zu einem großen Teil behindertengerecht ausgebaut, seit Mitte 2025 auch das Rathaus. Unsere Grundschule sowie die Kreisgesamtschule ermöglichen gemeinsames Lernen, wichtig ist und bleibt aber auch das sonderpädagogische Angebot der Förderschulen im Umfeld mit entsprechendem Transportservice.

Dank eines von mir vermittelten Grundstücksgeschäftes konnte die Diakonische Stiftung Ummeln im Jahr 2020 betreute Wohngruppen für 24 für leicht körperlich und geistig Behinderte eröffnen. Das heute als Flex Eingliederungshilfe firmierende Angebot hat sich mit der zentralen Lage am Jammerpatt gut etabliert. Der Wertkreis in Halle und einzelne örtliche Betriebe bieten bedarfsgerechte Beschäftigungsmöglichkeiten, ein wünschenswertes Inklusionshotel direkt im Ort bleibt dagegen vorerst nur eine Vision.

Toleranz und Integration fördern

Wir leben in einer globalen Welt und in einer multikulturellen Gesellschaft. Ich unterstütze alle Anstrengungen in unserer Stadt zur Integration der hier lebenden Menschen anderer Nationalitäten und Kulturkreise. Hier ist grundsätzlich Jede und Jeder willkommen, aber auch gefordert sich einzubringen. Fremdenfeindlichkeit trete ich entschieden entgegen.

Kriege, Unterdrückung und soziale Ungleichheit führten in den letzten Jahren zu vielen in Borgholzhausen ankommenden Geflüchteten. Deren Unterbringung konnte die Stadtverwaltung insbesondere durch umfassende Anmietung von geeigneten Objekten bisher gewährleisten, die Aufstellung von Containern oder Nutzung von Turnhallen war nicht nötig.

Grundsätzlich fehlt in erheblichem Maße Wohnraum in Borgholzhausen, sodass ich den sozialen wie auch freifinanzierten Wohnungsbau forcieren und ggf. auch zusätzliche eigene Unterbringungsmöglichkeiten schaffen möchte.

Neben der Unterbringung ist die Integration der unter uns lebenden Flüchtlinge und Arbeitsmigranten eine große Herausforderung. Die örtliche Migrationsberatung der AWO und das Integrationsmanagement der INTAL leisten hier ebenso wie die VHS Ravensberg mit ihren Sprach- und Integrationskursen einen wichtigen Beitrag. Ich begrüßte zudem das Engagement von Familienzentrum und Vereinen sowie private Initiativen und werde mich dafür einsetzen, dass die zahlreichen Migranten auch Arbeitsstellen finden.