moderne verwaltung

Ein starkes Team im Dienst für unsere Bewohner

Die Verwaltung der Stadt Borgholzhausen, deren Leitung eine der Hauptaufgaben des Bürgermeisters darstellt, ist ein Dienstleistungsbetrieb – modern, transparent und bürgerorientiert. Hier sind sehr qualifizierte und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, mit denen ich vertrauensvoll zusammenarbeite. Dabei stehe ich für einen offenen, kooperativen und verantwortungsvollen Führungsstil.

Derzeit sind knapp 70 tariflich Beschäftigte (davon rund die Hälfte in Teilzeit) und 4 Beamte für die Stadt Borgholzhausen in den Bereichen Verwaltung, Bauhof, Wasserwerk, Abwasserbeseitigung, Schulen, Bürgerhaus und Freibad tätig. Ferner gibt es aktuell 6 Ausbildungsplätze als Verwaltungsfachangestelle(r) sowie auf Bauhof und Kläranlage.

Die konsequente Aus- und Weiterbildung und verwaltungsinterne Personalentwicklung ist mitsamt dem regelmäßigen Blick über den Tellerrand wichtig, damit die Mitarbeitenden den Ansprüchen an eine effektive und bürgernahe Verwaltung gerecht werden. Dieses dient – neben gut und modern ausgestatteten Arbeitsplätzen – auch der Zufriedenheit und somit langfristigen Bindung der Mitarbeiter:innen.

Als familienfreundlicher Arbeitgeber bietet die Stadtverwaltung selbstverständlich flexible Modelle für mobiles Arbeiten, Teilzeitarbeit, Altersteilzeit und Elternzeit. Und dank der Digitalisierung hat sich auch die vorherige Terminvereinbarung im Bürgerbüro mit vorherigem Unterlagencheck längst etabliert und erspart Wartezeiten.

Aktive Bürgerbeteiligung

Ich möchte, dass sich die Bürgerinnen und Bürger in Entscheidungsprozesse mit einbringen können. Beispielsweise können alle Einwohner seit einigen Jahren konkrete Vorschlägen für die Haushaltsplanberatungen machen, was leider nur wenig genutzt wird.

Ich selbst bin für die Bürger stets ansprechbar und habe ein offenes Ohr. Wo sich Menschen oder Institutionen mit ihren Wünschen an mich wenden oder Bürgerinitiativen zu bestimmten Themen bilden, prüfe ich deren Vorschläge und Argumente gemeinsam mit Stadtrat und Verwaltung sehr wohlwollend. Aber letztlich sind sie im Gesamtinteresse der Kommune durch den Stadtrat als zuständiges Organ unserer repräsentativen Demokratie zu würdigen, einzuordnen und letztlich zu beschließen.

Besonders intensiv binde ich unsere Bürgerinnen und Bürger bei größeren Planungs- und Infrastrukturvorhaben durch Information und Beteiligung ein. Dadurch können frühzeitig wichtige Aspekte und grundsätzliche Interessenlagen berücksichtigt werden, wobei das Allgemeinwohl für mich grundsätzlich Vorrang vor Privatinteressen hat. Umfassende Bürgerbeteiligungen erfolgten bei allen Bauleitplanverfahren mit ihren zwei Beteiligungsstufen und jeweils öffentlicher Anhörung.

Aus meinen bisher 10 Amtsjahren sind mir viele Beispiele für intensive Einbindung in guter Erinnerung: Die Erarbeitung des ländlichen Wegenetzkonzeptes (3 regionale Anliegerversammlungen, digitale Mitwirkung), der Planungsdialog der Amprion zur Stromtrasse (2 Bürgerinfomärkte, regelmäßige Sitzungen des 20 Personen umfassenden Dialogteams), die Erweiterung des Gewerbegebietes Stadtgraben (Workshop, Bürgeranhörungen, umfassende öffentliche Beratungen mit Einbindung der Anlieger), der erfolgreiche Klimadialog (7 Sitzungen mit unterschiedlichen Interessenvertretern und einmütig erarbeiteten Maßnahmenvorschlägen) und auch kleine Ideenwettbewerbe wie für die Neugestaltung des New Haven Platz, die Namensgebung des heutigen „Piumer Bach“ oder Bildvorschläge für das Deckblatt des Umweltkalenders.

Intensive Kooperation mit Nachbarstädten

Da unsere Verwaltung angesichts der Größe unserer Stadt nicht alles alleine machen kann und sollte, ist in manchen Bereichen eine intensive Kooperation und Abstimmung mit unseren Nachbarkommunen sinnvoll. Bewährte Beispiele Interkommunaler Kooperation sind beispielsweise der 1976 seitens der Nordkreiskommunen gebildete Zweckverband VHS Ravensberg, der auf Kreisebene bestehende Zweckverband Infokom für die Zusammenarbeit bei IT und inzwischen auch Breitband, oder auch der Zweckverband IBV gemeinsam mit Versmold. Hinzu kommt die formale Beteiligung und kooperative Zusammenarbeit bei einigen Gesellschaften wie beispielsweise die proWirtschaft GT, Terra.vita oder Radio Gütersloh. Auch im Bereich Tourismus gibt es eine enge Kooperation zu Hermannsweg, Genießerweg und Grenzgängerroute mit den Nachbarkommunen, und im Bereich Arbeitssicherheit wird inzwischen ebenfalls eng zusammengearbeitet.

Gerne möchte ich solche Kooperationen aktiv ausbauen. Denn es gibt Themenbereiche, bei denen sich kleine autarke Einheiten angesichts der immer größeren Spezialisierung und Differenzierung schwertun. Daher strebe ich auf Altkreisebene eine enge Abstimmung zwischen den Verwaltungen mit Übernahme sehr spezieller Aufgabenfelder durch jeweils eine Verwaltung für alle an – nicht im Sinne einer Zentralisierung, sondern fairen Spezialisierung und Differenzierung. Dazu bedarf es natürlich auch williger Partner in den anderen Kommunen, leider ist die Resonanz für konkrete Anwendungsfälle noch eher verhalten.

Digitales Bürgeramt rund um die Uhr

Besonderes Augenmerk richte ich darauf, dass die Stadtverwaltung auch technisch immer auf dem aktuellen Stand ist. Eine meiner ersten Initiativen beim Amtsantritt vor 10 Jahren war daher die Erstellung einer neuen Homepage, um unseren Bürgerinnen und Bürgern umfassende und aktuelle Informationen bereitstellen zu können. Ende 2025 steht ein umfassender Relaunch entsprechend der aktuellen Standards an. In den sozialen Medien ist die Stadtverwaltung aus Kapazitätsgründen erst seit kurzem und nicht sehr intensiv vertreten, allerdings bin ich persönlich mit einem privaten Account bei Instagram und Facebook aktiv.

Unter den Kommunen im Kreis als auch für eine Kommune unserer Größe gehören wir bei der Digitalisierung seit vielen Jahren zu den Vorreitern. Derzeit steht der Ausbau digitaler Angebote oben auf der Agenda, damit die Bürgerinnen und Bürger unabhängig von den Öffnungszeiten der Stadtverwaltung über das Internet Dienstleistungen abrufen können. Da die Digitalisierung der internen Arbeiten und Prozesse eine wichtige Voraussetzung hierfür ist, haben wir weite Teile der Verwaltung bereits auf die elektronische Akte und das entsprechend papierarme Büro umgestellt.

Über das Ratsinformationssystem können sich die Einwohner bereits seit vielen Jahren aktiv über das kommunalpolitische Geschehen informieren. Für den Rat und seine Gremien wurde bereits in 2015 der papierlose Sitzungsdienst eingeführt. Seit Ende 2020 wird der Haushaltsplanentwurf mittels einer Business Intelligence Software erstmals voll digital und interaktiv bereitgestellt, und dient so als besonders transparente Grundlage für die Stadträte und interessierte Bürger.

Resilienz verbessern

In den letzten Jahren kamen durch jeweils äußere Einflüsse nacheinander viele besondere Herausforderungen auf den Staat und seine Gliederungen, und damit auch auf die Stadtverwaltung, zu: die Finanzkrise, die Coronapandemie, Syrienkrieg und Ukrainekrieg mit entsprechenden Flüchtlingsströmen, weltweite Großkonzerne die mehr Macht und Einfluss haben als jede Regierung, eine durch nationale Egoismen unsicherer werdende Welt, und der sich inzwischen massiv auch vor Ort auswirkende Klimawandel. Zudem wächst durch die dynamische Digitalisierung und Technisierung und der Abhängigkeit von der Stromversorgung die Gefahr länger andauernder Blackouts.

Deutschland und auch Borgholzhausen haben diese Herausforderungen bislang gut bewältigt. Meiner Überzeugung nach können aber jederzeit weitere Ereignisse und „Krisen“ eintreten, die rasches und zielorientierten aber zugleich umsichtiges und ausgewogenes Handeln erfordern. Das betrifft auch ganz besonders die lokalen Behörden und bedarf häufig der Unterstützung von Feuerwehr und Hilfsdiensten. In der Fachliteratur hat sich für diese anzustrebende Widerstandsfähigkeit als Fähigkeit zur Krisenbewältigung der Begriff „Resilienz“ herausgebildet.

Entsprechend haben wir unsere kritischen städtischen Infrastrukturen geprüft und ausgebaut, beispielsweise durch moderne Sirenentechnik und diverse Notstromaggregate. Auch vor dem Hintergrund ist eine solide ausgestattete Feuerwehr mit gut ausgebildeten und motivierten Ehrenamtlichen wichtig!