Dirk Speckmann - Für ein lebenswertes Borgholzhausen

Arbeitsplätze sichern

Durch Schaffung der entsprechenden Rahmenbedingungen möchte ich sicherstellen, dass die Menschen in Borgholzhausen weiterhin attraktive Arbeitsplätze finden und die heimischen Betriebe über qualifizierte Arbeitskräfte verfügen können. Die Stadt hat inzwischen bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten einen ausgeglichenen Pendlersaldo, also rein rechnerisch für Jede(n) einen Arbeitsplatz vor Ort. Einzelbetriebliche Entwicklungen und die Corona-Pandemie haben jedoch in den letzten Monaten zu einer höheren Arbeitslosenquote geführt.

Hagos (2019)Die Digitalisierung und der daraus resultierende Trend zum mobilen Arbeiten wird in den kommenden Jahren in den Betrieben und der Gesellschaft viel in Bewegung bringen. Das bietet große Chancen für den ländlichen Raum, für familienfreundliches Arbeiten und die Work-Life-Balance der Menschen. Zugleich erfordert dieses aber eine hohe Lern- und Veränderungsbereitschaft der Beschäftigten.
Gegen den heute bereits sehr offensichtlichen Fachkräftemangel gilt es, durch entsprechende Ausbildungsplätze und Qualifizierungsmaßnahmen entgegenzutreten. Zu diesem Zweck sollten Schulen, Weiterbildungsträger und Unternehmen eng zusammenarbeiten. Überbetriebliche Ausbildungsmaßnahmen und Kooperationen von Unternehmen möchte ich fördern.

 

Arbeitswelt familienfreundlich gestalten

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gewinnt für Eltern und Betriebe zunehmende Bedeutung. Die Einschränkungen in Betreuung und Beschulung der Kinder und Jugendlichen durch die Restriktionen in Kitas und Schulen während der Corona-Pandemie haben gezeigt, dass die Last der Betreuung häufig leider wieder insbesondere auf die Mütter verlagert wurde.
Maßnahmen zur Schaffung einer familienfreundlichen Arbeitswelt z. B. durch Teilzeit, flexible Arbeitszeiten und mobiles Arbeiten werden von mir ausdrücklich unterstützt, die Stadtverwaltung geht hier mit gutem Beispiel voran.

Familienfreundliche Arbeitswelt

 

Vereinswesen fördern

Ein ganz wesentlicher Baustein für das solidarische Miteinander und die Einbindung aller sozialen Gruppen ist das Vereinswesen. Unser reichhaltiges Vereinsangebot mit vielen ehrenamtlich Aktiven ist als wesentlicher Faktor unserer sehr l(i)ebenswerten Stadt unbedingt zu erhalten. Die Förderung jugendlicher Vereinsmitglieder, die Bereitstellung der nötigen Räumlichkeiten sowie die Unterstützung bei Erhalt und Erneuerung vereinseigener Sportstätten ist wichtig für viele Vereine und daher beizubehalten. Ich möchte die Bürger zudem motivieren, jährlich das Sportabzeichen abzulegen, und gehe selbst mit gutem Beispiel voran.

Beim Königsschießen in Westbarthausen wird traditionell auf den Tischen getanzt (2019 )Den Vereinen und damit den Menschen in unserer Stadt stellen wir kostenlos eine umfassende Infrastruktur wie die von den Sportvereinen sehr intensiv genutzten drei Schulsporthallen, das Stadion und das Bürgerhaus bereit. Diverse von der Kommune geförderte vereinseigene Sportanlagen wie z. B. der Kunstrasenplatz in Kleekamp, die Tennisanlage in Winkelshütten und die Reithalle in Westbarthausen runden das Angebot ab.

In diese Übungsstätten wurden in den letzten Jahren erhebliche Investitionen getätigt, teils unter Inanspruchnahme von Fördermitteln. Als Beispiele nennen möchte ich den Kunstrasenplatz des LC Solbad Ravensberg und das entstehende Dorfgemeinschaftshaus in Kleekamp, die Sanierung des Ravensberger Stadions, den Anbau von Lagerflächen an der Turnhalle der Violenbachschule Süd, und den Ausbau des Bürgerzentrums „Quartier Alter Bauhof Masch“ mit Flächen unter anderem für unsere Tanzsport und Gymnastik anbietenden Vereine.
Abgerundet werden die Sportstätten durch soziale Treffpunkte für Jung und Alt wie der Generationenpark oder das künftige Bürgerquartier an der Masch. Wichtig sind auch attraktive Freizeiteinrichtungen wie unser komplett renoviertes Freibad mit seinen günstigen familiengerechten Eintrittspreisen. Das vom Freibad-Förderverein finanzierte Frühschwimmen sowie der Schwimmunterricht erfreuen sich großer Beliebtheit.

Sportrevue zum 100-jährigen Bestehen des TV Jahn (2019)Es ist mir ein Anliegen, gerade die Vorstände der mitgliederstarken Sportvereine von Verwaltungsaufgaben zu entlasten und deren Koordination zu verbessern. Ich freue mich daher, dass der Stadtrat meinem Vorschlag zur Finanzierung eines hauptamtlichen Geschäftsführers beim Stadtsportverband mit einer halben Stelle gefolgt ist, hierfür stehen jetzt jährlich 30 t€ bereit. In ähnlicher Form unterstützt die Stadt die Geschäftsführung des Verkehrsvereins, auf den ich unter „Freizeit und Tourismus“ näher eingehe.

Auch die zahlreichen übrigen Vereine, beispielsweise die Fördervereine an den Schulen, unsere verschiedenen Chöre, die Freundeskreise für unsere internationalen Partnerstädte, sowie die Jugendfeuerwehr und der Feuerwehrmusikzug verdienen unsere volle Unterstützung.

Berufschancen optimieren, Integration fördern

Um Jugendlichen den Übergang von der Schule in den Beruf zu erleichtern, werbe ich bei unseren Unternehmen für berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen und Praktika zur Berufsorientierung. Kleine Berufsmessen für die Schüler und das inzwischen etablierte Azubi-Speed-Dating auf Ebene der Nordkreiskommunen unterstütze ich persönlich.

Neben der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit gilt mein besonderes Augenmerk der Eingliederung von Migranten in unsere soziale Gemeinschaft und den Arbeitsmarkt. Das umfasst sowohl die zu uns gekommenen Flüchtlinge als auch die osteuropäischen Arbeitsmigranten, von denen einige nach eigentlich nur temporären Aufenthalten ihren Lebensmittelpunkt dauerhaft verlagern. Neben der Schaffung ausreichenden über die Stadt verteilten Wohnraums und guten Beratungs- und Eingliederungsangeboten ist zentraler Baustein die Schaffung von Sprachkompetenz.
Lebenslanges Lernen ist heute unverzichtbar. Diesen Bildungsauftrag übernimmt bei uns insbesondere die VHS Ravensberg, in die ich mich seit 2018 als Verbandsvorsteher einbringen darf. Sie wird sich zudem durch neue kursbegleitende digitale Formate und neue Themenfelder wie z.B. die gezieltere berufliche Weiterbildung weiterentwickeln und neue Teilnehmergruppen erschließen. Durch zwei neue bedarfsgerechte Kursräume im geplanten Piumer Bürgerzentrum kann das umfassende Angebot an attraktiven und qualifizierten Kurse und Veranstaltungen der Volkshochschule vor Ort gesichert und ausgeweitet werden.

Azubi Speeddating (2019)

 

Freiwillige Feuerwehr stärken

Eine ganz besondere Verantwortung tragen die rein ehrenamtlich Aktiven unserer Freiwilligen Feuerwehr. In zwei Löschzügen organisiert übernehmen sie mit viel Teamgeist und hohem Ausbildungsstand vor Ort viel Verantwortung beim Löschen, Bergen, Schützen und Retten.

Eine umfassende Förderung der Aus- und Fortbildung der Feuerwehrkameraden - und erfreulicherweise auch immer mehr Feuerwehrkameradinnen - ist für mich ebenso selbstverständlich wie eine gute technische Ausstattung. Die in den letzten Jahren erfolgte umfassende Erneuerung des Fahrzeugbestandes und der persönlichen Schutzausrüstungen schafft hier eine gute Basis, auf die wir weiter aufbauen können.

Eine große Herausforderung ist und bleibt die Werbung neuer Mitglieder, um insbesondere die Tagesverfügbarkeit für Einsatzfälle zu verbessern.

 

Feuerwehr-Übungseinsatz: Gute Ausstattung und gute Ausbildung sind entscheidend (2019)

 

Bezahlbaren Wohnraum schaffen

Eine zentrale soziale Aufgabe ist daher die Bereitstellung günstigen und vor allem bedarfsgerechten Wohnraums. Eine eigene Wohnung ist als Lebens- und Rückzugsraum für Singles, Paare und Familien heute selbstverständlich, mehrere Generationen unter einem Dach sind immer mehr die Ausnahme. Wenn das eigene Einkommen nicht reicht unterstützt der Staat mit Wohngeld, für die passende Ausgestaltung und Erhalt des Wohnraumes beraten Organisationen wie die AWO.
Durch Übernahme der Kosten von Altbaugutachten übernimmt die Stadt unter dem Motto „Jung kauft Alt“ die Kosten für Altbaugutachten, um die Folgenutzung von Bestandsimmobilien zu unterstützen.

Doch die Nachfrage nach Wohnraum ist in der ganzen Region und gerade auch bei uns sehr hoch. Noch sind Mieten und Kaufpreise für Grundstücke und Wohnungen in Borgholzhausen vergleichsweise niedrig, doch sie steigen durch unsere Lagegunst seit Jahren an. Entsprechend rege ist die Bautätigkeit: Insgesamt wurden von 2013 bis 2020 jeweils rund 100 neue Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern sowie als Einzel- und Doppelhäuser genehmigt und errichtet – und in dieser Zahl sind die Flüchtlingswohnungen Dübber (s.u.), der Ersatzneubau Altenheim und die Wohngruppen Stiftung Ummeln nicht einmal enthalten.
Die Neubauten sind wegen der heutigen Standards nicht günstig, zumal sozialer Wohnungsraum bei den aktuellen Förderkonditionen des Landes NRW für Investoren vor Ort derzeit nicht rechnet. Aber sie setzen Umzugsketten in Gang, so dass letztlich für jeden Geldbeutel und Geschmack ein Angebot entsteht.

Neu entstandene Mehrfamilienhäuser am Haller Weg (2020)Der Bau von Mehrfamilienhäusern konzentriert sich auf die Kernstadt, wo dadurch in den letzten Jahren mehrere große Baulücken geschlossen wurden. Auf meine Initiative hin sind an der Ecke Osningstrasse / Haller Weg drei Häuser mit insgesamt 18 Wohneinheiten entstanden, davon eins durch die Kreiswohnstätten-Genossenschaft Halle mit acht kostengünstigen Wohneinheiten.

Sehr dankbar bin ich der Familie Dübber für die erbauten Wohnungen am Hamlingdorfer Weg, die von der Stadt zu günstigen Konditionen für die gute Unterbringung insbesondere von Migranten angemietet wurden. Mein besonderes Augenmerk liegt seit Jahren auf dem zentral gelegenen ehemaligen Poppenburg-Gelände an der Finkenau, das sich für Geschosswohnungsbau mit weitgehender Barrierefreiheit und begleitenden Angeboten besonders anbietet.

Unsere ländlich-dörflichen Strukturen sind besonders interessant für Familien im Einfamilienhaus, neben vielen renovierten Altbauten zeugte davon in den letzten Jahren die rege Bautätigkeit in Burbrede, Kampgarten und Enkefeld. Die Aktivierung von knapp 20 verbleibenden Bauplätzen im Enkefeld steht daher ebenso im Fokus wie abrundende Bebauungen an Heidbreder Weg, am Blömkenberg und an sonstigen bislang nur einseitig bebauten Straßen im Stadtgebiet.
Aufgrund der attraktiven aber zugleich beengten Lage im Talsattel des Teutoburger Waldes ist der einzige verbleibende Bereich für eine größere Siedlungsabrundung der recht ebene südöstliche Stadtrand in Hamlingdorf. Auch im künftigen Stadtrat werde ich daher für ein dort entstehendes Baugebiet werben, nicht zuletzt um die Geburtenzahlen zu stützen und damit auch unsere Infrastruktur künftig auszulasten.

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